Informationsplattform Standortsuche geologische Tiefenlager

Derzeit kommen in der Schweiz noch drei Regionen infrage, wo künftig ein Endlager für radioaktive Abfälle gebaut werden soll. Zwei der möglichen Standorte für ein geologisches Tiefenlager befinden sich im Kanton Zürich: Nördlich Lägern im Zürcher Unterland und Zürich Nordost im Weinland. Hier erfahren Sie, worum es geht und wie der Kanton Zürich seine Interessen im nationalen Auswahlverfahren für den sichersten Standort vertritt.

Ein Tiefenlager im Kanton Zürich?

Regierungsrat Martin Neukom erläutert die Position des Kantons Zürich zur Standortsuche geologische Tiefenlager. Mehr Informationen dazu gibts im News-Bereich.

News

Chronik der Standortsuche

Wichtige Ereignisse aus Sicht des Kantons Zürich
Bild: Kanton Zürich
April 2021

Schutz wichtiger Trinkwasserressourcen und angemessene Lastenverteilung

Anlagen an der Erdoberfläche des künftigen Tiefenlagers, in denen mit nuklearem Material umgegangen wird, sollen nicht über strategisch wichtigen Trinkwasserressourcen liegen. Das fordert der Kanton Zürich von der Nagra. Der Regierungsrat lehnt eine Oberflächenanlage beim Kieswerk Weiach und in der Gemeinde Rheinau deshalb ab. Beim Standort Haberstal in Stadel kann eine Option mit einer Dichtwand geprüft werden. Zudem fordert die Regierung eine angemessene Lastenverteilung: Falls der sicherste Standort für ein Tiefenlager im Kanton Zürich liegen sollte, darf die Brennelemente-Verpackungsanlage nicht im Kanton liegen.  
Bild: Zwilag
Februar 2020

Kanton Zürich fordert Interessenabwägung bei Standortsuche für «heisse Zelle»

Bei der Standortsuche für die nuklearen Anlagen an der Erdoberfläche müssen alle Interessen systematisch abgewogen werden. Dazu braucht es eine breit abgestützte Diskussion – das gilt auch für die Verpackungsanlage für radioaktive Abfälle («heisse Zelle»). Dies fordert der Kanton Zürich gemeinsam mit dem Ausschuss der Kantone.
Bild: ENSI
Januar 2020

Neue Richtlinie zur Tiefenlagerung muss konkreter und verbindlicher sein

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), die Atomaufsicht der Schweiz, überarbeitet die Richtlinie zu Schutzzielen und -kriterien für ein geologisches Tiefenlager. Die Arbeitsgruppe der kantonalen Experten fordert insbesondere, dass das ENSI die Kriterien für die Auslegung und die Sicherheitsstandards in einem separaten Leitfaden konkret festlegt.
Bild: Greenpeace / Nicolas Fojtu
Januar 2019

Entsorgungsprogramm der Nagra zu wenig umfassend

Die Experten der Kantone bemängeln das aktualisierte Entsorgungsprogramm der Nagra. Das Programm beinhaltet die notwendigen Arbeiten für den Bau und Betrieb bis zum Verschluss der Tiefenlager. Die Experten vermissen darin insbesondere eine Antwort darauf, wie und wo die Ergebnisse der bisherigen Forschung eingeflossen sind.

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